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Panland Steelpans – aus der Karibik nach Frankfurt und in die ganze Welt!

: Messe Frankfurt


Einige Aussteller der Musikmesse decken ein recht kleines Segment ab, sind aber darin führend. So zum Beispiel Panland, einer der führenden Hersteller von Steelpans. Das Unternehmen ist auf Trinidad & Tobago in der sonnigen Karibik beheimatet und produziert seit 1993 Steelpans und Zubehör.

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Die Steelpan (auch als Steeldrum bekannt) ist das Nationalinstrument von Trinidad & Tobago und versteht sich als das erste Instrument, das im 20. Jahrhundert erfunden wurde. Panland ist der weltweit größte Hersteller und Distributor von Steelpans. Das Unternehmen stellt 2011 auf der Musikmesse in Halle 3.0, Stand A60 aus. Wir sprachen mit Michael Cooper, C.E.O. von Panland, über die Geschichte des Instruments, über das Unternehmen und die Beteiligung an der Musikmesse 2011.

Die Steelpan ist vermutlich das einzige Instrument, das im 20. Jh. erfunden wurde. Wie ging das? Wo und wie wurde sie erfunden?
Das Instrument, das eigentlich Steelpan heißt, stammt aus Trinidad & Tobago und ist aus verschiedenen, selbst gemachten Schlaginstrumenten namens Tamboo Bamboo hervorgegangen. Die afrikanischen Sklaven hatten sich diese Instrumente Anfang des 19.Jh. zum Musikmachen ausgedacht, als ihre traditionellen Schlaginstrumente und Lieder von den Behörden verboten waren, weil man eine Aufforderung zur Revolte fürchtete. Das Tamboo Bamboo wurde nach der Befreiung zum festen Bestandteil der Karnevalsmusik. Immer größere Percussion-Gruppen sorgten dann dafür, dass die Steelpan, die ursprünglich aus alten Lack- und Ölfässern hergestellt wurde, Einzug hielt.

Können Sie uns etwas darüber erzählen, wo das Instrument eingesetzt wird? (Musikrichtung, Länder)
Ursprünglich kam das Instrument im Bereich Calypso und karibische Musikstile zum Einsatz, was man üblicherweise mit dem Trinidad-Karneval
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verbindet, doch inzwischen ist es in den Mainstream vorgedrungen und wird in Klassik, Folk und moderner Musik sowie in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Es eignet sich für eine moderne Musikausbildung, für Aufführungen und Aufnahmen.

Sie kommen aus Trinidad & Tobago. Ist die Steelpan in Ihrem Heimatland weit verbreitet?
Oh ja, die Steelpan ist in Trinidad & Tobago sehr weit verbreitet und wurde zum Nationalinstrument des Landes erklärt. Sie ist der ganze Stolz unseres Landes, denn schließlich ist sie eine der bekanntesten nationalen Erfindungen. Sie hat auch große Bedeutung für die kulturelle und sozioökonomische Landschaft des Zwei-Insel-Staates. Außerdem hat sie großen Einfluss auf die Musikerziehung, denn schließlich gehört sie heute zur Standardausbildung in allen Grund- und weiterführenden Schulen des Landes. Dieses Modell wurde seither in den großen internationalen Zentren in aller Welt nachgeahmt.

Wie kam es, dass Sie ihr Steelpan-Geschäft eröffneten?
Das Geschäft wurde von Michael Cooper (heutiger Direktor und Geschäftsführer) gegründet, der damals ein leitender Angestellter in der Neal and Massy Firmengruppe und Geschäftsführer des größten Automontagewerks in der Karibik war. Durch die Öffnung der Handelsmärkte in der Autoindustrie suchte das Unternehmen nach Möglichkeiten für eine Diversifizierung, wozu auch die Herstellung von Steelpans gehörte. Als sich die Realisierbarkeit des Projekts
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abzeichnete, machte Michael Cooper seinen Traum war und wurde Unternehmer. 1993 schrieb er Geschichte mit der Gründung der Trinidad & Tobago Instruments Limited (ursprünglicher Name).

Warum sind Sie nach Frankfurt und zur Musikmesse gekommen. Wollen Sie Marketing machen oder wichtige Händler treffen? Waren Sie schon einmal hier?
Unser Besuch zur Musikmesse in Frankfurt ist lange überfällig. Wir haben früher verschiedene Fachmessen und Konferenzen besucht, meistens die Winter-Veranstaltungen der NAMM – wir sind Mitglied im Verband. Aber in jüngster Vergangenheit konnten wir eine erhebliche Marktdurchdringung und großes Wachstum in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum verzeichnet, so dass es für uns nur logisch ist, unsere Marke und unsere Produkte auf der Musikmesse zu präsentieren, um uns effektiver zu vermarkten, neue Kundenkontakte zu knüpfen und die Beziehungen zu unseren Stammkunden zu stärken und zu vertiefen.

Wie sieht die Lage im Hinblick auf den Vertrieb aus?
Wir beliefern Kunden aller Art – Großhändler, Fachhändler, Institutionen und das direkte Einzelhandelsgeschäft. Unser Kundenstamm erstreckt sich auf mehr als 55 Länder in allen Erdteilen.

Wie groß ist der Markt für Steelpans? Welche Märkte sind die wichtigsten in der Welt?
Der Steelpan-Markt hat ein recht hohes Potenzial und wächst
exponentiell, weil die Bekanntheit und Beliebtheit des Instruments rasch zunimmt. Die führenden Steelpan-Märkte sind heute die USA, Großbritannien, Japan sowie Trinidad & Tobago. Die Nachfrage ist groß. In diesen Gebieten hat das Instrument eine besondere Stellung und die kulturellen Kräfte haben schon immer dafür gesorgt, dass die Kunden gerne musizieren.
Was unterscheidet Ihre Produkte von denen anderer Hersteller?
Panland ist international als Marktführer bekannt und gilt als Benchmark im Hinblick auf Qualität und Dienstleistungen, Konsistenz, Zuverlässigkeit und Kundendienst. Wir nehmen ständig Innovationen vor, nicht nur am Instrument, sondern auch am Verfahren und an der Herstellungstechnik der Steelpan.

Wie funktioniert Ihr Unternehmen (Entwicklung, Produktion, usw.)? Wird das alles in Ihrer Heimatstadt gemacht?
Sitz unseres Unternehmens ist Laventille auf Trinidad, wo wir unseren Kunden mit festangestellten, motivierten Mitarbeitern und einem umfangreichen Stamm von Fachleuten und Beratern kontinuierlich zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage von Panland.


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