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Reden wir über Visionen - Springsessions 2012

: Springfestival


Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, finden heuer im Zuge des „Springfestivals“ zum zweiten Mal die „Springsessions“ statt. Auf der Konferenz für elektronische Kunst, Technologie und Design teilen Innovatoren der digitalen Welt von 16. bis 18. Mai ihre Erkenntnisse und laden die Festivalbesucher ein, über Visionen zu diskutieren.

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Im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Kunst und Alltag bewegt sich das „Springfestival“ seit seiner Gründung. „Wir wollten von Anfang an nicht nur die Party featuren, sondern auch das Wissen vermitteln, das hinter elektronischer Musik und Kunst steckt“, erzählt Tim Ertl.

Die Avantgarde hat ab den 60ern technologische Neuerungen und wissenschaftliche Erkenntnisse aufgegriffen und in den Kontext der Kunst geführt. Mittlerweile sind diese längst in den popkulturellen Mainstream und damit auch in die Alltagskultur gesickert. Es ist zwar ein (virtuell wie auch real) etwas abgelutschter Slogan, aber die Visionen der Vergangenheit, sind nun mal das Futter für die Realität der Gegenwart.

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren es einige Verrückte, die über „Interaktives Design“, „Virtuelle Realität“ oder „Digitale Kunst“ nachgedacht haben. Heute gehen uns allen diese Phrasen leicht von der Zunge. Doch welchen Visionen sie entspringen, wie sie sich auf unser Leben auswirken und wie wir unser Leben damit (um)gestalten können, hinterfragen wir nur selten. Wer also die Realität der Zukunft mitgestalten - oder diese zumindest verstehen - will, der sollte die Visionen der Gegenwart genau im Auge behalten.

Diesen theoretischen und wissenschaftlichen Unterbau und visionäre Arten, diese Erkenntnisse für die Zukunft weiterzudenken, kann man bei den „Springsessions“ erkunden. Musiker, Künstler, Kreativwirtschaftler, Wissenschafter, Soziologen, Ökonomen - sie alle treffen auf der Konferenz aufeinander, erzählen in Vorträgen von ihrem Werdegang, geben Einblicke in ihre Arbeitswelt, und ihre Erkenntnisse.

Kuratiert wird die Konferenz auch heuer wieder von FITC aus Toronto, einer Organisation die sich als Experten in diesem Feld einen Namen gemacht haben. Zu den internationalen Gästen zählt mit Golan Levin einer der führenden New Media Künstler. In seinen Arbeiten versucht er neue Formen der Interaktion zwischen Technologie und Mensch hervorzurufen - etwa indem er den Maschinen Augen verleiht und ihnen so die Möglichkeit gibt, den starrenden Blick der Menschen zu erwidern.

Ebenfalls in Graz zu Gast wird der Software-Künstler Josh Nimoy sein, dessen Arbeit Visuals für den Film „Tron Legacy“ genauso beinhaltet, wie das Programm „Ball Droppings“, das ein Mix aus Computerspiel, Soundmaschine und Kunstwerk ist. Weitere Gäste sind Jared Ficklin, der Technologie und Party-Kultur vereint um soziale Experimente zu veranstalten, der Flash-Guru Mario Klingemann oder die Künstlerin Shantel Martin (siehe Porträt).

Und neben internationalen Stargästen sollen auch heimische Experten zu Wort kommen. So etwa die Grazer Spiele-Entwickler von „Bongfish“, die für das XBOX-Snowboard-Spiel „Stoked“ verantwortlich zeichnen, oder die Grazerin Sylvia Feichtinger, die als Chefdesignerin bei Nokia Design tätig ist. Eine Legende aus dem eigenen Land ist auch bei den „Springessions“ vertreten: Der Wissenschaftler und Avantgarde-Künstler Werner Jauk (Siehe Porträt).

Ziel der Konferenz ist es, eine sehr offene Form der Wissensvermittlung zu finden, die Experten der Szene genauso anspricht wie interessierte Laien. „Unser ursprünglicher Gedanke war es, mit dieser Konferenz das Festival zu einem Treffpunkt zu machen, an dem man sich Inspiration für den Alltag holen kann, an dem aber auch die heimische Kreativszene neue Impulse bekommt und neue Netzwerke bilden kann“,
erzählt Tim Ertl. Dementsprechend offen ist auch der Arbeitsprozess auf der Konferenz. Die Experten kommen nicht nur, um ihre Vorträge zu halten, sondern suchen ganz bewusst das Gespräch. Und sind natürlich auch auf den Konzerten des Festivals anzutreffen. „Normalerweise ist die Abendgestaltung bei Konferenzen ja eher fad. Aber nach Graz kommen alle gerne, weil auch abends was los ist.“


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